Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer sind dem Risiko ausgesetzt, ihre körperliche und psychische Vitalität durch Krankheiten, Unfälle und Behinderungen beeinträchtigt zu sehen.

Die damit verbundenen Belastungen werden teils bloß als Unannehmlichkeit empfunden; sie können zu spürbaren Beeinträchtigungen der privaten Lebenssphäre und der Berufsausübung führen; sie mögen auch eine dauerhafte Beschränkung in der autonomen Gestaltung sozialer Beziehungen mit sich bringen.

Den persönlichen Belastungen steht auf gesellschaftlicher Ebene ein beträchtlicher Aufwand gegenüber, der sich aus der Planung, Entwicklung und Umsetzung eines den Krankheitsrisiken angemessenen Versorgungsangebotes ergibt.

Die vielfältigen Versorgungsangebote zielen darauf ab, den Gesundheitszustand der betroffenen Personen wieder herzustellen, was in unterschiedlichem Maße im Einzelfall gelingt. Gesamtgesellschaftlich ist diese »Wiederherstellungswirkung« der eigentliche Ertrag medizinischer Interventionen; dies betrifft die individuelle Leistungsfähigkeit im sozialen Kontext, wozu auch die Teilhabe am Erwerbsleben zählt.